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TestDaF Musterprüfung – Aufgabe 4

Streichung von geisteswissenschaftlichen Fächern

Aufgabe 4

An Ihrer deutschen Hochschule wird über die Umstrukturierung von Fachbereichen nachgedacht.
Ein Teilnehmer schlägt vor, geisteswissenschaftliche Fächer wie Philosophie oder Fremdsprachen zu streichen,
weil es auf dem Arbeitsmarkt nur wenige Angebote für solche Absolventen gibt.
Die finanziellen Mittel sollen stattdessen in technische Studiengänge fließen.

Ihre Aufgabe:
- Nehmen Sie Stellung zu diesem Vorschlag.
- Wägen Sie die Vor- und Nachteile ab.
- Begründen Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung.

(3 Minuten Vorbereitungszeit)

Weibliche Stimme:
Ja bitte, Sie möchten dazu etwas sagen?

(2 Minuten Sprechzeit)

Antwort:
Vielen Dank, Frau Professor Barn.
Diese Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten, denn der Vorschlag hat Vor- und Nachteile.
Zunächst ist es richtig, dass technische Studiengänge oft bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten.
Informatiker und Ingenieure sind sehr gefragt, und Absolventen finden meist schneller eine Stelle.

Auf der anderen Seite muss man aber bedenken, dass die Geisteswissenschaften wichtige Fähigkeiten vermitteln.
Fächer wie Philosophie und Sprachwissenschaft fördern kritisches Denken, kulturelles Verständnis und Kommunikation.
Gerade in einer globalisierten Welt sind interkulturelle und soziale Kompetenzen unverzichtbar.

Außerdem wäre eine Streichung dieser Fächer ein großer Verlust für die akademische Vielfalt.
Universitäten sollten nicht nur für den Arbeitsmarkt ausbilden,
sondern auch zur Persönlichkeitsbildung und zur gesellschaftlichen Reflexion beitragen.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller, Brücken zwischen technischen und geisteswissenschaftlichen Fächern zu bauen.
Zum Beispiel könnten gemeinsame Projekte oder interdisziplinäre Module angeboten werden.

Alles in allem lehne ich den Vorschlag ab, die Geisteswissenschaften zu streichen.
Ich bin der Überzeugung, dass eine ausgewogene Hochschullandschaft mit verschiedenen Fachrichtungen
für die Zukunft unserer Gesellschaft wichtiger ist als ein einseitiger Fokus auf Technik.
Vielen Dank.

(SIGNALTON)

Verkürzung der Studienzeit auf drei Jahre

Aufgabe 4

Immer wieder wird kritisiert, dass die Studierenden in Deutschland zu lange für ihr Studium brauchen.
Deshalb wird in einer Diskussionsveranstaltung an Ihrer Hochschule darüber gesprochen, wie man die Studiendauer verkürzen kann.
Ein Vorschlag ist, die Studienzeit von vier auf drei Jahre zu verkürzen,
indem der gleiche Stoff in kürzerer Zeit gelernt wird und die Semesterferien von fünf auf drei Monate reduziert werden.

Ihre Aufgabe:
- Nehmen Sie Stellung zu diesem Vorschlag.
- Wägen Sie die Vorteile und Nachteile dieses Plans ab.
- Begründen Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung.

(3 Minuten Vorbereitungszeit)

Weibliche Stimme:
Wie ist Ihre Meinung dazu, was denken Sie über diesen Plan?

(2 Minuten Sprechzeit)

Antwort:
Vielen Dank, Frau Professor Neuhausen.
Ich finde diese Diskussion sehr wichtig, denn es betrifft viele Studierende direkt.

Ein klarer Vorteil dieser Reform wäre, dass man schneller in das Berufsleben einsteigen kann.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist das für Unternehmen und Absolventen attraktiv.
Außerdem könnten die Studierenden dadurch Studienkosten einsparen, zum Beispiel bei Miete und Versicherung.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch erhebliche Nachteile.
Wenn der gleiche Lernstoff in kürzerer Zeit vermittelt werden soll, steigt der Druck auf die Studierenden enorm.
Weniger Zeit bedeutet auch weniger Raum für Vertiefung, Praktika oder Auslandsaufenthalte.

Zudem sind Semesterferien nicht nur Erholung, sondern auch oft für Nebenjobs notwendig,
mit denen viele Studierende ihr Leben finanzieren. Eine Verkürzung könnte daher soziale Ungleichheit verschärfen.

Aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile.
Ich bin der Meinung, dass Qualität wichtiger ist als Schnelligkeit.
Statt das Studium zu verkürzen, sollten wir lieber über bessere Studienberatung, flexiblere Module und effizientere Lehrformen sprechen.

Zusammenfassend lehne ich den Vorschlag ab, die Regelstudienzeit pauschal zu verkürzen.
Vielen Dank.

(SIGNALTON)

Verpflichtung zu zwei Fremdsprachen vor dem Examen

Aufgabe 4

In einer Diskussionsveranstaltung an Ihrer Hochschule geht es um die internationalen Berufschancen der Studierenden.
Ein Diskussionsteilnehmer fordert:
- Alle Absolventen der Hochschule sollen zwei Fremdsprachen sehr gut beherrschen können.
- Nur wer dann ein Zertifikat über diese Fremdsprachenkenntnisse vorlegt, soll sich für die Examensprüfung anmelden können.

Ihre Aufgabe
- Nehmen Sie Stellung zu diesem Vorschlag.
- Wägen Sie die Vorteile und Nachteile ab.
- Begründen Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung.

(3 Minuten Vorbereitungszeit)

Weibliche Stimme:
Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag?

(2 Minuten Sprechzeit)

Antwort:
Vielen Dank, Frau Professor Wegert.
Ich kann verstehen, warum dieser Vorschlag gemacht wurde, denn Fremdsprachen sind im internationalen Berufsleben sehr wichtig.
Wer mehrere Sprachen spricht, hat bessere Chancen auf dem globalen Arbeitsmarkt und kann mit Menschen aus verschiedenen Kulturen kommunizieren.
Das ist ein klarer Vorteil.

Allerdings sehe ich auch einige Nachteile.
Nicht alle Studierenden haben in der Schule dieselben Voraussetzungen beim Sprachenlernen gehabt.
Für manche wäre diese Regelung eine große Hürde, besonders für Studierende aus technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern, wo Fremdsprachen vielleicht weniger im Fokus stehen.
Außerdem würde der Druck im Studium noch mehr steigen, was zu Überforderung führen könnte.

Ich finde es gut, Fremdsprachen zu fördern, aber eine Pflicht mit Zertifikat vor der Examensprüfung halte ich für zu streng.
Stattdessen könnte man intensive Sprachkurse oder Austauschprogramme anbieten, um die Motivation zu stärken.
Auch freiwillige Sprachzertifikate könnten gefördert werden.

Zusammenfassend bin ich gegen diesen Vorschlag in dieser Form.
Fremdsprachen sind wichtig, aber das Studium sollte auch gerecht und machbar bleiben.
Vielen Dank.

(SIGNALTON)

Einführung des Schulfachs „Benehmen und Verhalten“

Aufgabe 4

Zurzeit wird in Deutschland oft beklagt, dass sich Schüler und Jugendliche schlecht benehmen, also z. B. unhöflich sind.
Im Pädagogik-Institut Ihrer Hochschule wird über das Thema Verhalten von Jugendlichen diskutiert.
Dabei geht es auch um die Frage, ob das Fach „Benehmen und Verhalten“ an deutschen Schulen eingeführt werden soll.

Ihre Aufgabe:
- Nehmen Sie Stellung zum geplanten Schulfach „Benehmen und Verhalten“.
- Diskutieren Sie dabei die Vorteile und Nachteile.
- Begründen Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung.

(3 Minuten Vorbereitungszeit)

Männliche Stimme:
Was ist denn Ihre Meinung zu der Einführung eines solchen Unterrichtsfaches?

(2 Minuten Sprechzeit)

Antwort:
Vielen Dank, Herr Dr. Peters.
Ich halte die Einführung eines Schulfaches „Benehmen und Verhalten“ für eine interessante Idee.
Tatsächlich hört man oft, dass junge Menschen sich unhöflich oder respektlos verhalten.
Ein solches Fach könnte helfen, soziale Kompetenzen gezielt zu fördern.

Ein klarer Vorteil wäre, dass Kinder früh lernen, wie man respektvoll miteinander umgeht, z. B. im Alltag oder im Berufsleben.
Auch Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung oder Empathie könnten in diesem Unterricht behandelt werden.
Das würde nicht nur die Atmosphäre in der Schule verbessern, sondern langfristig auch die Gesellschaft stärken.

Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass ein solches Fach nicht ernst genommen wird.
Es könnte passieren, dass Schüler es als „unnötig“ oder „langweilig“ empfinden.
Außerdem muss man überlegen, wer diesen Unterricht kompetent leiten kann und ob genug Zeit im Stundenplan vorhanden ist.

Trotz dieser Bedenken finde ich den Vorschlag grundsätzlich gut.
Soziale Bildung ist genauso wichtig wie fachliches Wissen.
Deshalb unterstütze ich die Einführung dieses Schulfachs, wenn es gut vorbereitet und sinnvoll gestaltet ist.
Vielen Dank.

(SIGNALTON)

Bewertung außerfachlicher Kompetenzen auf dem Examenszeugnis

Aufgabe 4

In einer Diskussionsveranstaltung an Ihrer deutschen Hochschule geht es heute um die Reform von Studiengängen.
Ein Bildungspolitiker fordert, dass nicht nur fachliche Noten auf dem Examenszeugnis stehen sollen, sondern auch
zusätzliche Qualifikationen wie z. B. Kommunikationskompetenz, Teamfähigkeit und Engagement. Auch diese
Fertigkeiten jedes Studenten sollen benotet werden.

Ihre Aufgabe:
- Nehmen Sie Stellung zu der Forderung, weitere Qualifikationen von Studierenden zu bewerten.
- Wägen Sie Vorteile und Nachteile ab.
- Begründen Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung.

(3 Minuten Vorbereitungszeit)

Weibliche Stimme:
Ja, was halten Sie von dem Vorschlag, dass auf dem Examenszeugnis auch Kompetenzen benotet werden, die nicht das Studienfach betreffen?

(2 Minuten Sprechzeit)

Antwort:
Vielen Dank, Frau Professor Rohde.
Ich finde den Vorschlag, auch außerfachliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder Engagement zu bewerten, grundsätzlich interessant.
Solche Fähigkeiten sind in der heutigen Arbeitswelt sehr gefragt und spielen bei der Auswahl von Bewerbern oft eine große Rolle.
Ein Vorteil wäre, dass die Studierenden gezielter an ihrer Persönlichkeitsentwicklung arbeiten würden.
Zudem könnten Arbeitgeber durch diese Angaben ein umfassenderes Bild vom Bewerber bekommen.

Auf der anderen Seite ist es aber schwierig, solche „weichen Kompetenzen“ objektiv zu bewerten.
Die Beurteilung könnte sehr subjektiv ausfallen, was zu Ungerechtigkeiten führen kann.
Außerdem besteht die Gefahr, dass der Druck auf die Studierenden weiter steigt, da sie nun auch in diesen Bereichen Leistung zeigen müssen.

Ich bin der Meinung, dass man solche Kompetenzen fördern sollte, aber eher durch freiwillige Kurse oder Teilnahmebescheinigungen –
nicht durch offizielle Noten im Examenszeugnis.

Zusammenfassend finde ich die Idee gut, die Umsetzung aber problematisch.
Ich lehne den Vorschlag ab, außerfachliche Kompetenzen offiziell zu benoten.
Vielen Dank.

(SIGNALTON)